Pädagogisches Konzept der katholischen Kindertageseinrichtung St. Cornelius
Unsere Philosophie
- Wir sehen uns als Anwältinnen der Kinder. Das bedeutet, dass wir mit großem Engagement, mit Mut und Risikobereitschaft, Aufrichtigkeit, Haltung und Optimismus die Entwicklungsinteressen der Kinder nach Außen vertreten. Wir setzten uns für die Entwicklungsbedürfnisse und Interessen der Kinder ein.
- Wir sind da, ohne uns einzumischen.
- Wir wollen Fragen beantworten, keine Besserwisser sein.
- Wir können reden, spielen, lachen und ernsthaft auf die Wünsche und Meinungen der Kinder eingehen.
- Das „Tun“ der Kinder hat Priorität.
- Wir drücken den Kindern nichts auf, was ihren Interessen, Bedürfnissen und ihrem individuellen Entwicklungsstand nicht entspricht.
- Wir führen Sie an Neues und Unbekanntes heran und wir wollen ihre Neugier und ihr Interesse wecken und unterstützen.
- Unsere Arbeitsweise entspricht a) dem „lebensbezogenen Ansatz“ nach Prof. Norbert Huppertz (geb. 1938, Professor für Allgemeine Pädagogik, Sozialpädagogik und Elementarpädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg im Breisgau) und b) der Bildungsvereinbarung des Landes NRW.
- Im Mittelpunkt steht das „Leben“, das ganzheitlich gesehen wird.
- Wir fördern das Natur- und Umweltbewusstsein (Natur und Umwelt schätzen und schützen).
- Wir unterstützen die Friedensfähigkeit (erfreuliche Beziehungen schaffen; Konflikte nicht durch Gewalt regeln; Versöhntsein mit anderen einüben).
- Alles wird aus dem Blickwinkel des Kindes betrachtet und entschieden.
- Grundlegende Voraussetzung ist der partnerschaftliche Erziehungsstil: das Kind wird als eine eigenständige, sich entwickelnde Persönlichkeit akzeptiert.
- Es spielen die Bildung, die Erziehung, das Wissen, das praktische Tun, sowie die emotionale Entwicklung eine gleichwertige Rolle.
- Dieser Ansatz orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen und Interessen des Kindes und daran, was für sein zukünftiges Leben nötig ist.
- Der lebensbezogenen Ansatz setzt in erster Linie auf erlebende Bildung in allen Lebensbereichen der Kinder.
Was verstehen wir als „lebensbezogen“?
- Wir vermitteln das Leben als Wert.
- Die Kinder sollen nicht belehrt werden, sondern das Leben erleben dürfen.
- Die Kita soll ein wertvoller Ort sein: Freude und Trauer, die Sonnen-und Schattenseiten des Lebens werden mit anderen geteilt.
- Werte wie Zuverlässigkeit, Toleranz, Nächstenliebe sollen ihre Gültigkeit behalten.
- Feste feiern, Traditionen pflegen gehören zum Leben.
- Wir geben den Kinder die Möglichkeit das Leben aktiv zu erleben.
- Wir agieren mit einer offene Planung, jedem Kind wird genügend Zeit und Raum gegeben, sich individuell und differenziert zu beteiligen und sich einzubeziehen.
- Wir vermitteln über Projekte und einzelne gezielte Angebote Bildungsthemen.
Die pädagogischen Ziele
- Bildungsvereinbarung des Landes NRW (1.August 2003)
- Die Bildungsvereinbarung erläutert folgende Bereiche als Grundlage der Bildungsarbeit: Bewegung, Spielen und Gestalten, Sprache(n), Natur und kulturelle Umwelt.
- Jedes Kind ist lernkompetent und in der Lage seine Entwicklung selbst zu forcieren: es besitzt Selbstbildungspotentiale.
- Das Kind ist selbstwirksam und selbstbildend, es lernt am besten, was es selbst ausprobiert und erfahren hat; das Kind ist Akteur seiner Entwicklung.
- Unser Ziel ist es, dass sich das Kind zu einem selbständigen, zufriedenen, glücklichen, selbstbewussten, kreativen, einfühlsamen, toleranten, eigenverantwortlichen Menschen entwickelt.
- Ziele des lebensbezogenen Ansatzes: Weltbürgerlichkeit; das Kind sieht die Welt als seine und die der anderen an. Es grenzt nicht aus, ist international und interkulturell.
- Ganzheitlichkeit ist ein Merkmal der Weltbürgerlichkeit und wird unsererseits gepflegt.
- Umwelt- und Naturbewusstsein bilden ein pädagogisches Ziel.
- Friedensfähigkeit bilden wir bei den Kindern aus.
Die Schwerpunkte unserer Arbeit
Unseren pädagogischen Schwerpunkt sehen wir in der ganzheitlichen Förderung des Kindes.Diese Ganzheitlichkeit unterstützen und fördern wir in folgenden Funktionsbereichen:
- Die Naturwissenschaften (Angebote im Bildungsraum „Forscherhaus“ und Außengelände)
- Die Bewegungserziehung (Angebote, wie z.B. die „Bewegungsbaustelle“ im Bildungsraum Turnhalle)
- Das Konstruieren (Angebote im Differenzierungsraum „Konstruktion“)
- Das Rollen-, Verkleidungs-, und Puppenspiel (Angebote in den Nebenräumen der Gruppenräume)
- Das Atelier
- Der Singkreis (regelmäßiges Singen und Musizieren)
- Das Kinderbüro (Angebot im Differenzierungsraum „Medien“)
Spielen ist Lernen!
Der Begriff „Lernen“ ist keine Ansammlung von Wissen, oder das Ergebnis von gezielten Angeboten zur Erweiterung des Wissens. Im Spiel lernen Kinder notwendige Kompetenzen „nebenbei“!
- Wir stellen den Kindern vielfältige Materialien zur Verfügung.
- Wir ermuntern die Kinder eigene Spielideen zu entwickeln und umzusetzen.
- Wir stehen den Kindern als Ansprechpartnerin und Ratgeberin zur Verfügung.
- Wir haben als Erzieherinnen selbst Freude am Spiel.
- Wir geben Impulse, ohne die Spielideen der Kinder zu unterdrücken.
- Wir bieten Hilfestellung (z.B. bei Konflikten, Spielregeln).
Der Raum als „dritter“ Erzieher
Der Raum gilt als „dritter“ Erzieher, der wie die Eltern und die professionellen Erzieherinnen den Kindern Geborgenheit und Wohlbefinden, aber auch Herausforderungen, Ressourcen und Impulse für die Weltentdeckung und die Kompetenzentfaltung vermittelt. Der Raum ist so ausgestattet, dass die Kinder den Initiativen nachgehen können, die sie für ihre Selbstbildungsprozesse brauchen. Die Auswahl des Spiels- und Beschäftigungsmaterials richtet sich nach dem Alter, Entwicklungsstand und Bedürfnissen der Kinder. Wir vermeiden die Reizüberflutung: „Strukturieren statt dekorieren!“
Das gesamte Konzept der katholischen Kindertageseinrichtung St. Cornelius als PDF-Datei hier


